Eine Partnerschaftsveranstaltung ganz anderer Art wurde von Christel und Wolfgang Fischbach geplant, denn unsere französischen Freunde vom Fan-Club aus der Partnerstadt Fontenay-le-Fleury hatten mit ihren Veranstaltungen in Frankreich die Messlatte sehr hoch gelegt. Bisher gestalteten wir die Besuchsveranstaltungen in der näheren Region um Daaden, aber nachdem in Frankreich Ausflüge an die Schlösser der Loire, ans Meer in die Bretagne und zuletzt ins Zentralmassiv mit seiner herrlichen Vulkanlandschaft organisiert worden waren, entschlossen wir uns für eine Fahrt in den Großraum Dresden. Die Planungen wurden aufgenommen und in Verbindung mit der Firma Knautz wurde die Fahrt nach Dresden organisiert.

fontenay_2009_1Die Franzosen trafen montags in den Gastfamilien ein und es gab für einen Abend viel zu erzählen im trauten Kreise. Dienstags traf sich eine muntere Gesellschaft, bestehend aus 24 Daadenern und 22 Franzosen aus Fontenay-le-Fleury, auf dem Festplatz in Daaden und wartete auf den Bus der Firma Knautz. Ein Sprachengewirr, begrüßen und küssen, bis dass alle sich wieder bekannt gemacht hatten ließ die Zeit bis zur Busankunft schnell vergehen. Kurz vor der Abfahrt begrüßte Bürgermeister Wolfgang Schneider die erwartungsfrohe Truppe und wünschte gute Fahrt mit einem „flüssigen“ Reisebegleiter. Nachdem jeder seinen Platz im Bus gefunden hatte, startete das Unternehmen Dresden. Für die Unternehmungen in Dresden hatten wir einen Dresdenkenner mit an Bord, den ehemaligen Pfarrer aus Schwarzheide, unseren Freund Lutz Breidenbach mit seiner Frau Christa, der sich auf der gesamten Fahrt bemühte, dass alle sehr viele Infos über unsere Reiseziele bekamen.

dresden_2009_frauenkirche_1Am Nachmittag trafen wir nach einer guten Busfahrt mit unserem Fahrer Friedhelm in Dresden ein starteten mit einer Erkundung im Zentrum von Dresden. Lutz stellte den Zwinger vor, führte uns an der Semperoper vorbei zu den weiteren Attraktionen im Kernbereich und zum Schluss genossen wir den Ausblick von den Brühlschen Terrassen. Nun wurde es Zeit unser Hotel aufzusuchen. Etwas außerhalb von Dresden hatte die Firma Knautz ein tolles Hotel ausgesucht, das Kim-Hotel im Park, ein ruhig gelegenes Gebäude in einer eigenen großen Parkanlage wurde zu unserem Zuhause. In diesem Haus stimmte alles, die Ruhe, die Unterbringung, die Versorgung und die Gesamtaufnahme durch die Hotelleitung.

dresden_2009_s_schweiz_1Am zweiten Tag starteten wir früh morgens in die sächsische Schweiz. Von den Felsen der Bastei blickten wir ins Elbetal. Tolle Ausblicke und Erkundungen auf schmalen Wegen in den Felsen wurden uns geboten. Im Anschluss ging unsere Fahrt weiter zur Festung Königstein. Ein Teil der Gruppe erwanderte den Gipfel, andere nutzten den Aufzug, um in den Innenbereich der Festung zu gelangen, wo es viel zu sehen gab. Am Abend trafen wir wieder am Hotel ein und beschlossen den Tag mit einem großen Singe- und Musikabend im Hotel. dresden_2009_s_schweiz_2Unsere Gruppe führte sowohl auf deutscher wie auf französischer Seite einige Musikinstrumente mit und im Wechsel spielten die beiden Musikformationen. Die Franzosen hatten eigens für diese Fahrt wieder ein Liederbuch mit deutschen und französischen Liedern zusammengestellt, damit alle mitsingen konnten.

dresden_2009_eiffelturm_1Am Donnerstag warteten große Ereignisse auf uns. Zuerst fuhren wir zu einem ehemaligen Braunkohletagebau, der mittlerweile als Besucherbergwerk betrieben wird. Die Mehrzahl der Teilnehmer nahm an der umfangreichen Führung teil. Das besondere daran war die Besteigung des Riesenbaggers – man kann auch sagen des liegenden Eiffelturms- in mehreren Etappen. dresden_2009_eiffelturm_2So ganz langsam ging es bis zur Gesamthöhe von 75m über dem Erdboden. Beim Erreichen der obersten Etage wurde es einigen ganz schön mulmig, aber alle, die den Aufstieg in Angriff genommen hatten, erreichten auch den höchsten Punkt. Die weitere Fahrt führte uns in den Spreewald. Bei herrlichem Wetter wurde unsere ganze Gruppe auf zwei Kähne verteilt und wir fuhren gut zwei Stunden durch die schöne Auenlandschaft mit ihren hohen Bäumen und den ursprünglichen Spreewaldhäusern.

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Am Freitag stand wieder Dresden auf unserem Plan. Vormittags konnte jeder auf eigene Faust die Altstadt erkunden, aber um 12.00 Uhr waren wir in der Frauenkirche angemeldet zu einer Orgelandacht mit anschließender Kirchenführung. dresden_2009_frauenkirche_2Leider konnten die sprachlichen Probleme (fehlende Übersetzung) von uns nicht gelöst werden, aber der Gesamteindruck entschädigte alle. Nach dieser Kirchenführung starteten wir zur großen Dampferfahrt auf der Elbe bis zum Schloss Pillnitz. Nach Erkundung der Schlossanlage nahm uns unser Busfahrer Friedhelm wieder auf und brachte uns nach Hause. In lockerer Gesellschaft gestalteten wir wieder einen schönen Abend in der Außenanlage des Hotels bei viel Gesang und Unterhaltung. Unser stimmungsvolles Verhalten brachte uns auch viel Lob der Hotelleitung ein.

Am nächsten Tag nun stand schon wieder die Abreise nach Daaden an. Mit einem längeren Zwischenstop in dresden_2009_skihuette_1Weimar endete unser Ausflug nach kurzweiliger Busfahrt in Daaden. Zum großen Finale trafen wir uns an der Skihütte, die von Daheimgebliebenen hergerichtet war für eine große Fete. Ausgiebig wurde einer Brotzeit zugesprochen, das gute Bier floss in Strömen, wie auch zu später Stunde die Tränen des Abschieds.

dresden_2009_skihuette_2Sonntags starteten unsere Freunde wieder zurück nach Fontenay. Aus Frankreich meldeten sie, dass sie gut angekommen wären und bedankten sich noch einmal ausschweifend für die schönen Stunden, die sie hier erlebt hatten.

(Die Bilder zum Vergrößern bitte anklicken)

Toller Ausflug nach Dresden
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